Duo Scivias

Gregorianik - Hildegard von Bingen - Spätmittelalterliche Gesänge


Eva-Maria Karras - Gesang, Harfe, Drehleier, Glocken, Streichpsalter

Hans-Dieter Karras- Orgel, Portativ, Psalter, Regal, Glocken

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Das Duo Scivias (Wisse die Wege) wurde von Eva-Maria Christa Erika Karras und Hans-Dieter Karras gegründet. Mit Liedern der Hildegard von Bingen, Gregorianik, aber auch spätmittelalterlichen Gesängen und Instrumentalmusik gestalten sie stimmungsvolle und abwechslungsreiche Konzerte.

Vater und Tochter musizieren seit Jahren gemeinsam. Dabei bringen sie immer wieder erfolgreich Musik verschiedener Stilrichtungen zu Gehör. Im Rahmen des Ensembles Lux Vivens haben die beiden begonnen, solistische Stücke der Hildegard von Bingen und geistlicher mittelalterlicher Musik verschiedener europäischer Länder, zu erarbeiten. So entstand irgendwann die Idee, auch als Duo mit diesem besonderen musikalischen Schwerpunkt aufzutreten.

Das Repertoire des Duos konzentriert sich auf die Musik der heiligen Hildegard von Bingen und der Gregorianik. Dazu gehören auch besondere, kleine musikalische Schmuckstücke der Laudes, Cantigas und aus dem Libre vermell de Montserrat. Dabei nehmen sie ihre Zuhörer auf eine Reise ins geistliche Mittelalter des deutschsprachigen, italienischen, spanischen und portugiesischen Raumes. Sie bringen auch heitere Werke zu Gehör, welche z.B. die Pilger auf dem Jakobsweg musizierten. 

Das Duo bietet aber auch Programme der besonderen Art an, bei denen mittelalterliche Werke mit Orgelmusik französischer Impressionisten und zeitgenössischer Komponisten verknüpft werden, die stark von der Gregorianik inspiriert wurde bzw. auf einzelnen gregorianischen Melodien basieren.

Die Konzerte werden mit Gesang, verschiedenen Instrumenten, wie Orgel, Portativ, Harfe, Glocken, Drehleier, Monochord u.a. gestaltet. 

Momentan stehen beispielsweise drei Programme im Angebot: "O quam mirabilis - O Kraft der Weisheit", "Aer enim volat - Die Luft sie fliegt dahin", „O viridissima virga – O grünend Reis“ und „Ave maris stella – Sei gegrüßt, du Meeresstern“. Gerne gehen die beiden Musiker auch auf Wünsche ein. Sie stellen sich auf Raum, Publikum und Besonderheiten vor Ort ein. Das Duo musiziert auch gerne mit Gästen, seien es Einzelkünstler oder Ensembles.

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Eva-Maria Karras singt seit frühester ihrer Kindheit. Musikalische Eindrücke und Erfahrungen erhielt sie im Haus ihres Vaters und in seinen Chören. Später nahm sie Gesangsunterricht bei verschiedenen Lehrern, wobei der Unterricht in Stimmbildung und Gesang bei der Braunschweiger Konzertsängerin Ingeborg Hischer großen Einfluss auf ihre gesangliche Entwicklung einen gehabt hat. In den letzten Jahren hat sie sich auch in Kursen bei der Kölner Mittelalter Spezialistin Maria Jonas, insbesondere auf den Gesang der Musik von Gregorianik, Hildegard von Bingen und des Spätmittelalters weitergebildet. Seit einiger Zeit lernt sie auch das Spiel der Mittelalterlichen Harfe und nimmt Harfenunterricht bei Bettina Kallausch (Das Klanghaus) in Hannoversch-Münden. Prägend ist für sie auch die Zusammenarbeit und der Austausch mit der Erfurter Sängerin und Harfenistin Sabine Lindner (Klara vom Querenberg). In zahlreichen Auftritten und Konzerten bezaubert sie immer wieder die Zuhörer mit ihrer ausdrucksstarken Stimme.



Hans-Dieter Karras (geb. 1959 in Jena), der insbesondere in Paris bei berühmten Organisten seine Orgelstudien machte, ist seit 2001 Kirchenmusiker an der Klosterkirche Riddagshausen, nachdem er vorher 19 Jahre lang an der Brüdernkirche in Braunschweig tätig war und dort die Internationalen Orgelkonzerte organisierte hat er auch den Riddagshäuser Orgelsommer 2002 begründet. Er konzertierte weltweit, oft auf Einladung der Goethe-Institute, und hat u.a. das Orgel-Gesamtwerk von Théodore Dubois in der Pariser Kirche Madeleine aufgenommen. Karras hatte Gastdozenturen an Universitäten in den USA und Lettland. Er komponierte zahlreiche Werke für Orgel, Kirchen- und Kammermusik, Solokonzerte und bisher 6 Sinfonien. Als Organist spielte er weltweit und war Juror bei Wettbewerben u.a. in China. Er konzertierte auch mit Sinfonieorchestern, wie dem Braunschweiger Staatsorchester, der Lausitzer Philharmonie, der Dallas Symphony und dem Tblisi Symphony Orchestra in Tiflis. Neben seiner großen Kenntnis und Erfahrung mit französischer und englischer Orgelsymphonik spielt er aber auch gern an historischen Instrumenten und interpretiert Werke vom Mittelalter bis Frühbarock in historisch informierter Spielweise. So beschäftigt er sich intensiv mit den Spielweisen an Portativ (Organetto), gotischen Orgelnachbauten und frühen Cembali.


Das Titelbild links oben ist eine Arbeit in Nadelmalerei von Erdmute Trustorff (BS-Timmerlah) zu Hildegard von Bingens „O viridissima virga“.

© Erstellt mit einem Macintosh und iOS High Sierra, 2018